Donau-Kurier-Bericht vom 26.10.04

Gelungenes Benefizkonzert in St. Martin. Manchinger Stiftung setzt sich für Straßenkinder in Brasilien und Zimbabwe ein

Max Schmidtner

Baar-Ebenhausen (smd) In die Kirche St. Martin nach Baar-Ebenhausen musste die Claudius-Bayerl-Stiftung aus Oberstimm ausweichen, um ihr Benefizkonzert zugunsten der armen Straßenkinder in Brasilien und Zimbabwe durchzuführen. Pfarrer Martin Bestele war erfreut über den regen Besuch der Benefizveranstaltung und erläuterte in seinem Grußwort den Sinn dieses Konzertes, das einzig und allein der Unterstützung dieser hilflosen Kinder zugute kommt. Die Gründer der Stiftung, Wenzel Bayerl und Mathilde Kreil, hatten nach dem Tode ihres unheilbar kranken elfjährign Sohnes Claudius Bayerl den Grundstein zur Unterstützung von Straßenkindern in besonders armen Gegenden der Welt gelegt.

Pfarrer Martin Bestele ging in seiner kurzen Ansprache auf die hoffnungslose und verzweifelte Lage der Kinder in Brasilien und Afrika ein. Ganz praktisch, so der Pfarrer, helfen Dominikanerschwestern in der Stadt Hatcliffe solchen Straßenkindern und die Claudius-Bayerl-Stiftung unterstützt mit Spendengeldern ihre Arbeit. „Auch wenn die Kinder nur in einfachen Hütten untergebracht sind, bekommen sie dort Nahrung, medizinische Versorgung und Erziehung.“

Das zweite Projekt, das die Oberstimmer Stiftung unterstützt, ist ein Straßenprojekt im Nordosten Brasiliens, dem so genannten Armenhaus Brasilien. Auf der Suche nach Essbarem durchstöberten Kinder dort Müllhalden und Abfalleimer. Bischof Alfredo Schäffler nehme sich seit über zehn Jahren in Teresina und Parnaiba dieser ärmsten Kindern an.

Mit den Spendengeldern aus Oberstimm werden Zisternen gebaut, um einigermaßen sauberes Trinkwasser zu bekommen, und Tagesstätten errichtet, wo Kinder ernährt und mit einfachen Mitteln ausgebildet werden. Damit, so Pfarrer Bestele, gebe man den Kindern ein kleines Stück Menschwürde zurück. Mit einer biblischen Geschichte von der wunderbaren Brotvermehrung, die für die heutigen Christen besonders wichtig sei. Denn „wenn wir lernen, mit den Hungernden zu teilen, dann kann das Wunder geschehen, dass der Mangel ein Ende hat und alle satt werden“.

Bevor die Musiker zu den Instrumenten griffen, dankte der Pfarrer noch Altbürgermeister und stellvertretendem Landrat Albert Huch aus Manching, der die Schirmherrschaft für das Konzert übernommen, und Rainer Maier aus Oberstimm, der das Konzert organisiert und mitgestaltet hat.

Mit langanhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum bei den Solisten und Musikern, die mit Horn, Klarinette, Fagott, Zither Querflöte, Orgel Trompete und Harfe Stücke von Friedrich Händel, Bernhard Crusell, Francois Devienne und John Dowland spielten.

Die Schanzer Ziachmusi steuerte für diesen guten Zweck zwei Volksmusikstücke bei. Der Erlös aus dem Konzert betrug 1850 €. Wer weiter spenden möchte, dann dies unter dem Kennwort „Claudius-Bayerl-Stiftung“ bei der Liga-Bank München, BLZ 750 903 00, Kontonummer 2 30 29 69 tun.

25.10.2004 19:47

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