Donau-Kurier-Bericht vom 17.08.02

Oberstimm (smd) Mit einem Benefizkonzert in der Kirche in Oberstimm traten die Gründer der Claudius-Bayerl-Stiftung an die Öffentlichkeit, um Not leidenden und von der Gesellschaft ausgestoßenen Straßenkindern in Afrika und Brasilien zu helfen. „Unser Sohn“, so die Eltern, Mathilde Kreil und Wenzel Bayerl aus Oberstimm, „konnte von seiner schweren Krankheit nicht geheilt werden. Die Kinderarmut dagegen ist eine Krankheit, die geheilt werden kann und muss.“

Altbürgermeister Albert Huch, der die Schirmherrschaft gerne übernahm, appellierte an die Gemeinschaft. „Gerade wir von der reicheren Welt können etwas zur Linderung der Not für die Ärmsten der Armen beitragen“, meinte er. Erklärende Worte zur Claudius-Bayerl-Stiftung fand Pater Manfred Laschinger aus Steinerskirchen. Es war eine Herzensentscheidung, die Stiftung zu gründen, die nicht rational erklärt werden könne, sagte er. Die Stiftung will dazu beitragen, Straßenkindern in Brasilien und Simbabwe, für die sich niemand verantwortlich fühlt, zu helfen, damit sie aus dem Kerker ihrer Hoffnungslosigkeit herausgeführt werden. Die Zinserträge aus Stiftungskapital und Spenden kommen 100 Prozent den hilfsbedürftigen Kindern zugute. Laschinger bedankte sich im Namen der Kirche bei den Eltern von Claudius Bayerl für ihre Initiative. Er dankte freilich auch den Spendern.

Bei dem anschließenden einstündigen Programm, das einige Gruppen mit Werken von Sebastian Bach, Robert Schumann, Friedrich Händel, Wolfgang Amadeus Mozart und anderen musikalisch mit Harfe, Cello, Orgel, Klarinetten, Sopransaxofon und einem Bläserquartett gestalteten, konnten die Besucher über die einfühlsamen Worte Laschingers nachdenken.

DONAUKURIER, Max Schmidtner, 17.08.2002, 00:08

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