Donau-Kurier-Bericht vom 05.02.07

Konzertsaal Kirche

Max Schmidtner
Ingolstadt (smd) „Es gibt Pfarrer und sogar Bischöfe, die sagen, Konzerte gehören nicht in eine Kirche. Sie hätten heute da sein müssen, um das breite Spektrum musikalischer Aufführungen zu erleben“. Diese Worte kamen von Pfarrer Stefan Göller aus Ringsee, der sein Gotteshaus für ein Benefizkonzert zugunsten der Claudius- Bayerl-Stiftung aus Oberstimm zur Verfügung stellte. Und Pfarrer Göller war genau so begeistert wie die 200 Besucher, die am Samstagabend in die Kirche St. Canisius nach Ringsee gekommen waren, um die Reichertshofener Musikanten zu erleben.

Was die 28 Musiker unter der Leitung von Christian Hofer boten, war Musik vom Feinsten. Der musikalische Bogen reichte von Johann Sebastian Bach über Wolfgang Amadeus Mozart bis zu Felix Mendelssohn-Bartholdy und Werken weiterer bekannter Komponisten. Georg Schweigard erläuterte in kurzer Form die einzelnen Werke.

Wenzel Bayerl, der zusammen mit seiner Frau Mathilde Kreil nach dem Tod ihres elfjährigen Sohnes 2001 die Claudius-Bayerl-Stiftung zugunsten von Straßenkindern in Brasilien und Afrika gegründet hatte, erklärte, wie diesen Kindern durch die Stiftung geholfen wird. Erst nach zwei Zugaben, die unter lautstarkem Beifall gefordert wurden, durften die Reichertshofener Musikanten gehen.

Das zum Schluss des Konzertes am Kirchenausgang gesammelte Geld – 1500 Euro – wird laut Bayerl dafür verwendet, Kindern in Simbabwe und Brasilien, die weder Nahrung noch sauberes Trinkwasser und Medizin haben, ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

05.02.2007 21:12 Uhr

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